In den meisten Innengehegen gibt es kaum grüne Pflanzen, höchstens um die Anlage herum. Der Beton ist abgeplatzt. Feuerwehrschläuche dienen als Lianen. Die Böden sind aus Beton und setzen den Gelenken und Extremitäten zu. Oft betonen Zoos sie wären Botschafter für Natur und Tiere. Dabei wirken die Gehege dunkel, trist und heruntergekommen und bei weitem keinem Regenwald. 


Bei dem Brand Silvester 2019/2020 starben etwa 50 Tiere, Bally (Foto) und Limbo wurden durch die Flammen aber nur leicht verletzt. Momentan leben sie im Innenbereich des Gorillagartens. Tierschützer kritisieren die Größe des improvisierten Geheges. In dem Statement von „Pro Wildlife“ heißt es: „Für Schimpansen ist ein Innengehege von mindestens 800 m³ für eine Gruppe von bis zu vier erwachsenen Tieren nötig. Zudem ist ein Außengehege der gleichen Größe vorgeschrieben.“ Außerdem müsse der Boden mit einem wärmedämmenden Material bedeckt sein. Laut der Organisation war das im Krefelder Zoo nicht der Fall. 



Schimpansen, die im Zirkus auftraten haben im Zoo kaum Beschäftigung und wenn, dann soll Unsinniges für die Beschäftigung sorgen. Vom Gummistiefel bis zum Bobycar. 

Manche Tiere würden sich am liebsten verstecken vor den Zoobesuchern, haben aber dazu keine Möglichkeit. Die Anlagen sind von allen Seiten her einsehbar oder haben Glasscheiben. 

In viel zu kleinen Häusern leben Menschenaffen-Familien den ganzen Winter über. 

Bäume kennen Affen nur außerhalb ihres Geheges. 

In der Neujahrsnacht 2020 bricht ein Feuer im Affenhaus des Krefelder Zoos aus. Man spricht von einem Inferno. Kein Tierpfleger begleitete die Tiere in dieser Nacht. Erst nach mehrstündigen qualvollem Leiden wurden Menschenaffen erlöst. 

"Es war in der Silvesternacht niemand da, der die Affen in ihrem Haus beaufsichtigt hat. Jeder Hunde- und Katzenbesitzer sitzt in der Silvesternacht bei seinem Tier und betreut es bis hin zur Verabreichung von Psychopharmaka; Pferdebesitzer sitzen in den Ställen und schieben Wache – und bei den in jeder Hinsicht wertvollen Menschenaffen guckt keiner?" 

Dr. Ulricke Beckmann / Jane Goodall Institut Deutschland


Die häufigsten "Selfies" werden bei den Menschenaffen gemacht. Fragt man die jungen Leute jedoch, ob sie schon einmal etwas von Coltan-Minen in Afrika oder Palmöl-Plantagen in Asien gehört haben, erntet man meistens einen genervten Blick und sucht schnell das Weite. Den Tieren wird direkt in die Augen gesehen, obwohl die meisten Menschenaffen Augenkontakt eher meiden. 


Statt sich mit Ihresgleichen zu beschäftigen, suchen sie zu uns Menschen Kontakt. Sie riskieren damit aus dem Familienverband ausgestoßen zu werden. 

Manche Tiere wirken krank, leiden häufig unter Erkältungen durch Zugluft oder verletzen sich selbst. 

Schimpansen und Bonobos reißen sich selbst die Haare heraus. 

Töten oder Kastrieren

Es gibt einen Überschuss an männlichen Tieren. Aus diesem Grund hat man angefangen junge männliche Tiere zu kastrieren. Alternative dazu wäre eine Tötung der Tiere. Kastrieren bedeutet, dass man massiv in die Natur der Tiere eingreift. Sie werden nie ein Silberrücken. 


Was man mit den vielen kastrierten Gorillas in sagen wir mal 20 Jahren macht, bleibt der Zooverband und das Zuchtbuch schuldig. Angeblich würden die Tiere ewig in ihren Geburtszoos verbleiben können.